Saatgut & Raritäten

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Romana-Salat

Asteraceae

Forellenschluss

Römischer Salat, Bindesalat, Kochsalat

Lactuca sativa

Erntestadium, Juni 2010

Aus dem Handel sind alle farbig getupften Sorten verschwunden. Tatsächlich gibt es aber noch sehr viele alte Sorten von Kopfsalat und Römersalat mit roten bis braunen Flecken auf grünem bis gelben Blatt. Vermutlich mag der Handel und auch der Gastronom diese Sorten schon lange nicht, weil die Flecken fälschlicherweise für abgestorbene Stellen gehalten werden.  Bei uns ist diese Sorte, die in Österreich sogar noch eine offizielle Zulassung besitzt, sehr beliebt. Die Blätter sind dünn,  zart und trotzdem knackig durch die saftige Mittelrippe. Der Geschmack ist süß und dem Eissalat ähnlich . Angebaut wird er meistens im Frühjahr zusammen mit anderen Sorten. Durch die etwas längere Entwicklungsdauer und durch die lange Erntephase kann man somit über einen sehr langen Zeitraum Salat aus dem eigenen Garten ernten.

 

 

Innenansicht, Juni 2010

Die Sorte vermehre ich zwar schon seit einigen Jahren, sie ist in ihrem äußeren Erscheinungsbild dennoch uneinheitlich. Es gibt grünere Typen mit weniger roten Tupfen und hellere Typen mit stärkerer Tuschierung. Das liegt daran, dass ich mich nicht für einen bestimmten Typ entscheiden kann.  Die grüneren Exemplare sind etwas fülliger und dadurch geschlossener, sodass sie mehr Gelbanteil im Inneren haben. Die rötlicheren sind optisch schöner. Lecker sind alle. Es findet trotzdem bei jeder Vermehrung eine Selektion statt. Dabei werden die grünsten und die rotesten Exemplare, früh schossende und krankhafte aussortiert. Wie bei allen rot gefärbten Salaten spielt die Nährstoffversorgung eine große Rolle bei der Farbintensität. Je mehr Nährstoff, speziell Stickstoff, vorhanden ist, um so grüner werden die Pflanzen, um so schneller wachsen sie, um so schneller werden sie aber auch krank.

 

Feldbestand 2007, noch mit sehr grünen Typen

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Wasserversorgung und der Düngung. Salate werden in der Regel nach einem Starkzehrer vom Vorjahr angebaut, wie z.B. Melonen, Gurken oder Paprika und benötigen keine weitere Düngung. Wenn der Boden sehr mager sein sollte wird eine dünne Schicht vom eigenen Kompost vor der Pflanzung eingearbeitet. Eine gute Wasserversorgung ist vor allem in trockenen, heißen Phasen sinnvoll. Dadurch wird das Randen, Eintrocknen der Blattränder, eingeschränkt. Da ein benetzen der Blätter wiederum nachteilig ist, die Salate schneller Faulen können, ist eine Tröpfchenbewässerung (siehe Foto) äußerst vorteilhaft.

 

Jungpflanzen